Dunkel oder hell: Was wird in der Sonne heißer?
An einem heißen Tag ist ein schwarzes Auto viel zu heiß zum Anfassen, ein weißes oft nicht. Dasselbe passiert mit Papier. Mit zwei Blättern und einem Thermometer kannst du es messen.
Dunkle Flächen schlucken mehr Sonnenlicht und wandeln es in Wärme um. Helle Flächen werfen einen großen Teil des Lichts zurück. Darum wird Schwarz in der Sonne wärmer als Weiß.
Das brauchst du
- 1 Blatt schwarzes und 1 Blatt weißes Papier, gleich groß
- 2 Thermometer, oder 1 Thermometer und etwas Geduld
- 1 Fensterbank oder Terrassentisch mit viel Sonne
- Zettel und Stift
30 Minutenab 6 Jahren
So geht’s
- VorbereitenLege beide Blätter nebeneinander in die volle Sonne. Lege je ein Thermometer auf das Papier und decke es mit einem zweiten Blatt derselben Farbe ab, so dass es im Schatten des Papiers liegt.
- MessenLies alle fünf Minuten beide Thermometer ab und notiere die Werte.
- VergleichenNach 20 bis 30 Minuten vergleichst du. Das dunkle Papier ist in der Regel deutlich wärmer.
- Zurück in den SchattenLege beide Blätter in den Schatten und miss nach, wie schnell sie abkühlen.
Was passiert da?
Sonnenlicht ist Energie. Trifft es auf eine Fläche, wird ein Teil davon zurückgeworfen und ein Teil geschluckt. Was geschluckt wird, wärmt die Fläche. Schwarz schluckt fast alles, Weiß wirft viel zurück. Der Unterschied sieht man mit dem Auge, aber erst das Thermometer zeigt, wie groß er ist.
Deshalb tragen viele Menschen in sonnigen Ländern helle Kleidung, und deshalb werden Dächer in heißen Gegenden oft weiß gestrichen. Schwarze Flächen nutzt man dort, wo man Sonnenwärme einfangen will, zum Beispiel bei Solaranlagen für warmes Wasser.