Weiße Blumen färben: Wie trinken Pflanzen?
Pflanzen haben keinen Mund, aber sie trinken trotzdem. Du siehst es, wenn du einer weißen Blume ein Glas mit Farbe hinstellst. Nach einem Tag haben die Blütenblätter einen bunten Rand.
Aus dem Stängel führen winzige Röhrchen bis in die Blüte. Sie ziehen das Wasser hoch, und die Farbe wandert mit. Verdunstet Wasser an den Blättern, zieht es neues nach.
Das brauchst du
- 1 bis 3 weiße Blumen, zum Beispiel Nelken, Chrysanthemen oder Gerbera
- oder 1 Stange Bleichsellerie mit Blättern
- Lebensmittelfarbe in kräftigen Farben
- Gläser
- Wasser
- Schere oder Messer
10 Minuten Aufbau, 1 bis 2 Tageab 5 Jahrenmit Erwachsenen beim Schneiden
So geht’s
- Wasser färbenFülle die Gläser etwa zu einem Drittel mit Wasser. Gib reichlich Lebensmittelfarbe dazu, so dass das Wasser dunkel ist.
- Stängel anschneidenSchneide die Stiele der Blumen schräg an, etwa zwei Finger breit über dem alten Schnitt. So kann frisches Wasser einziehen.
- HineinstellenStelle je eine Blume in jedes Glas. Wenn du den Stängel längs teilst, kannst du ihn in zwei Gläser mit zwei Farben stellen. Dann wird die Blüte zweifarbig.
- Warten und schauenNach einigen Stunden sieht man die Farbe in den Blättern, nach einem Tag auch in den Blütenblättern. Bei Sellerie klappt es oft schon nach wenigen Stunden.
Was passiert da?
Im Stängel liegen viele feine Leitungen, die vom Boden bis zu den Blättern und Blüten reichen. Durch sie fließt das Wasser nach oben. An den Blättern verdunstet ständig etwas Wasser, wie ein sehr langsamer Atem. Das zieht neues Wasser aus dem Stängel nach, wie wenn du mit einem Strohhalm trinkst. Das gefärbte Wasser nimmt diesen Weg, und die Farbe bleibt in den Blättern zurück.
Am deutlichsten siehst du das an den Blütenblättern. Du kannst den Stängel auch aufschneiden und die Fäden sehen, in denen die Farbe nach oben gewandert ist.
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