Der Flaschentaucher: Der Taucher in der Flasche
Du drückst die Flasche, und der kleine Taucher sinkt nach unten. Du lässt los, und er steigt wieder auf. Das sieht aus wie Zauberei und lässt sich mit drei Sachen nachbauen.
Im Taucher steckt eine kleine Luftblase. Drückst du die Flasche, wird die Luft zusammengepresst, mehr Wasser kommt hinein, und der Taucher wird schwerer. Er sinkt. Lässt du los, dehnt sich die Luft wieder aus, und er steigt.
Das brauchst du
- 1 Plastikflasche mit Schraubdeckel (am besten eine runde 1,5-Liter-Flasche)
- 1 Soßen-Päckchen, zum Beispiel Soja- oder Ketchup-Päckchen, oder 1 Pipette
- Wasser
- 1 Schüssel zum Testen
15 Minutenab 7 Jahren
So geht’s
- Taucher testenLege das Päckchen in eine Schüssel mit Wasser. Es soll gerade eben oben schwimmen, nur ein kleiner Rand schaut heraus. Schwimmt es zu hoch, brauchst du ein wenig Wasser im Päckchen, bei einer Pipette ziehst du etwas Wasser hinein.
- Flasche füllenFülle die Flasche bis ganz nach oben mit Wasser und lass den Taucher hineinfallen.
- Deckel zuSchraube den Deckel fest zu. Es darf keine große Luftblase in der Flasche bleiben.
- Drücken und loslassenDrücke mit der ganzen Hand an der Flaschenmitte. Der Taucher sinkt. Lass los, und er steigt wieder.
Was passiert da?
Wasser lässt sich kaum zusammendrücken, Luft dagegen leicht. Drückst du die Flasche, steigt der Druck im ganzen Wasser, und die Luftblase im Taucher wird kleiner. Dafür fließt Wasser in den Taucher. Er hat jetzt mehr Gewicht, aber fast dasselbe Volumen. Seine Dichte steigt, und er sinkt. Beim Loslassen kommt die Luft zurück, das Wasser wird aus dem Taucher gedrückt, und er steigt.
Der Trick ist alt: Die älteste bekannte Beschreibung stammt von dem Italiener Raffaello Magiotti aus dem Jahr 1648. Der Name Kartesischer Taucher erinnert an den französischen Denker René Descartes. Ob er das Gerät selbst erfunden hat, ist unklar.
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